1 Marktdaten

Im Jahr 2010 erreichten laut ZVEI-Zahlenspiegel die Wäschetrockner in der Bundesrepublik Deutschland eine Marktsättigung von 44 %. Das entspricht einen Gerätebestand ca. 18 Millionen Stück. In den alten Bundesländern stieg die Marktsättigung von 37 % im Jahr 2000 auf 45 % im Jahr 2010 an. In den neuen Bundesländern liegt der Versorgungsgrad mit Wäschetrocknern mittlerweile bei 22 %.

Marktentwicklung Wäschetrockner
Jahr 1997 2000 2007 2010
Marktsättigung



Gesamt 29 % 33 % 42 % 44 %
West 34 % 37 % 48 % 45 %
Ost 7 % 16 % 22 % 22 %

Quelle: GfK-Haushaltspanel, verschiedene Jahrgänge, ZVEI-Jahresspiegel 2011

Der Jahresumsatz ist im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 10 % auf 495 Mio. Euro gestiegen, Tendenz weiter steigend, da immer noch ein hohes Potenzial an Erstbedarf vorhanden ist.

Gekauft werden fast ausschließlich Standgeräte, der Anteil der Einbaugeräte ist sehr gering.

Moderne Wärmepumpentrockner mit verbesserter Energieeffizienz werden zunehmend nachgefragt. Weitere Kaufkriterien sind Bedienkomfort, Geräuschemission, Trocknungsgeschwindigkeit und schonender Umgang mit den Textilien.

Der Nutzen des maschinellen Wäschetrocknens, wie die Unabhängigkeit von Wetter und Jahreszeit, kein Transport der Wäsche zum Trockenplatz und kein Auf- und Abhängen, führt besonders in Haushalten mit großer Personenzahl und hohem Wäscheanfall zur Arbeitserleichterung. So ist der Ausstattungsgrad bei 4- und Mehrpersonenhaushalten am höchsten.

Ausstattungsgrad mit Wäschetrocknern nach Haushaltsgröße

2004 2012
1-Personen-Haushalt 20,0 % 23,3 %
2-Personen-Haushalt 41,6 % 46,2 %
3-Personen-Haushalt 45,7 % 56,9 %
4-Personen-Haushalt 58,0 % 58,5 %
5(+)-Personen-Haushalt 67,0 % 71,2 %

Quelle: Stat. Bundesamt (Hrsg.); Wirtschaftsrechnungen 2012, erschienen am 25. Juni 2013

Bei den Bauarten hat sich der Trommeltrockner durchgesetzt, in dem die Wäsche während des Trocknungsvorganges in einer Trommel bewegt wird. Das System der Schranktrockner, in dem die Wäscheteile auf Bügel oder Trockenstäbe gehängt, oder auf Einlegeböden gelegt werden, hat einen geringen Marktanteil. Die Aufstellung eines Kondensationstrockners ist einfacher als beim Ablufttrockner (siehe Kapitel 10), daher geht der Trend zum Kondensationstrockner. Der Absatzanteil von Ablufttrocknern betrug im Jahr 2010 12 %, von Kondensationstrocknern ohne Wärmepumpe 67 % und auf Kondensationstrockner mit Wärmepumpe entfielen 21 %. Absatzanteile von Kondensationstrocknern nach Preisklassen für 2010:

  • bis 400 Euro: 40 %
  • 400 – 500 Euro: 23 %
  • 500-800 Euro: 20 %
  • über 800 Euro: 17 %

Quelle: GfK Handelspanel

Mittlerweile werden fast ausschließlich feuchtigkeitsabhängig gesteuerte Wäschetrockner verkauft, zeitgesteuerte Geräte spielen praktisch keine Rolle mehr. Die feuchtigkeitsabhängige Steuerung hat sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, der fasergerechten Trocknungsart und der einfachen Bedienung durchgesetzt.

Die Lebensdauer von Wäschetrocknern beträgt durchschnittlich 14,1 Jahre. Quelle: GfK Haushaltspanel (Stand: 1/2010)

Eine Alternative bietet der Waschtrockner, wenn aus Platzgründen die Aufstellung von Waschmaschine und Wäschetrockner nebeneinander oder übereinander (Wasch-Trocken-Säule) nicht möglich ist oder in Single-Haushalten, in denen weniger Wäsche zum Waschen anfällt und das Umfüllen für den anschließenden Trocknungsgang deshalb entfallen kann.