2 Betriebsweisen

Die Betriebsweise wird vorrangig durch die Wärmequelle bestimmt. Daneben können die Auslegung des Heizsystems in vorhandenen Anlagen oder das Tarifmodell des jeweiligen Elektrizitätsversorgungsunternehmens (EVU) die Wahl der Betriebsweise beeinflussen.

2.1 Monovalenter Betrieb

Die Wärmepumpe ersetzt den traditionellen Heizkessel. Sie deckt den Wärmebedarf des Gebäudes das ganze Jahr über zu 100 Prozent allein. Dieser Betriebsart sollte daher immer, soweit möglich, der Vorzug gegeben werden.

2.2 Bivalenter Betrieb

Die Wärmepumpe deckt den Wärmebedarf zum größten Teil allein. Bei tieferen Außentemperaturen schaltet ein zweiter Wärmeerzeuger zu.

2.3 Monoenergetischer Betrieb

An wenigen Tagen ergänzt ein elektrischer Heizstab bei tiefen Außentemperaturen die Wärmepumpe. Beide Wärmeerzeuger werden mit Strom betrieben, also monoenergetisch.

2.4 Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl ßa der Wärmepumpe gibt das Verhältnis der abgegebenen Heizwärme zur aufgenommenen elektrischen Arbeit innerhalb eines Jahres an. Hierbei ist die anteilige Förderarbeit für Ventilatoren oder Pumpen berücksichtigt, die zur Überwindung der Druckverluste in der Wärmepumpe erforderlich sind.

Aus dem Diagramm lässt sich erkennen, dass die Leistungszahl und damit auch die Jahresarbeitszahl umso größer wird, je geringer die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequellen- und Wärmenutzungsanlage ist. Ideal ist deshalb eine Heizung mit niedriger Vorlauftemperatur, z.B. eine Fußbodenheizung, und einer Wärmequelle mit möglichst hoher und konstanter Temperatur.

FormelFormelFormel

Bilder: Leistungskurven einer Heizungswärmepumpe